| Auf die Bäume, Rot-Weiße! |
|
|
|
|
13.04.2006 / NRZ Lokalausgabe, Sport Rennen und Schießen, Köpfen und Grätschen, Zweikampfverhalten und Stellungsspiel - das sind gemeinhin Trainingsinhalte bei Fußballern. Die ganz andere Art wählte jetzt der Regionalligist Rot-Weiß: Die Truppe von Trainer Harry Pleß mühte sich gestern im Hochseilklettergarten des jungen Teams "tree2tree" im Schatten des Gasometers. Da waren Kraxeln und Klettern, Gleichgewichtssinn und Koordination der Gliedmaßen gefragt - alles zwar mit sicherndem Seil, aber ungewöhnlich kraftraubend. "Hätten wir über Ostern ein Spiel, könnten wir das gar nicht machen", erkannte Pleß, der seine eigene Kletter-Tour an Eichen, Buchen und Robinien bald abbrach: "Höhenangst." Und während sein Kapitän Lars Heller nach gekonnt aussehender Landung als Ende einer "Seilfahrt" der anderen Art feststellte: "Puuh! Mission erfüllt", hatte sich Torwart Christoph Semmler auf die dritte und schwerste Etappe des Parcours gemacht. "Wenn er die noch schafft, ist er ein ganz Großer", staunte einer der Betreiber. Semmler schaffte es. Trotz Regens und Kälte und nur seltener Auflockerung durch dünne Sonnenstrahlen hatten die "Kleeblätter" eine Menge Spaß. "Total gut", fasste Tobias Schäper zusammen: "Jetzt müssen wir nur noch die Punkte pflücken." Die wachsen nicht auf Bäumen. . . So sicher kann ein Netz sein, mag sich Mehmet-Ali Sirin denken, der in dieser Saison auf dem Platz noch nicht "genetzt" hat. Schritt für Schritt und schön vorsichtig ging es auch für Jens Robben und die Gataric-Zwillinge in über zehn Meter Höhe vorwärts. Sead Mehic war schnell fertig und feuerte dann an. Gut lachen hatten alle, die den Kollegen an den Bäumen zusahen (v.l.): Ronny Ernst, Benjamin Reichert, Harry Pleß, Daniel Masuch, Christoph Semmler und Jörg Scherbe. |






