Gästezahlen klettern und klettern PDF Afdrukken E-mailadres
18.03.2008 / NRZ Lokalausgabe

OBERHAUSEN. Der Tourismus in Oberhausen boomt. Im dritten Jahr werden neue Gäste-Rekordzahlen gemeldet. Fast 300 Millionen Euro Bruttoumsatz lassen sich nach Expertenschätzungen mittlerweile direkt und indirekt auf den Tourismus zurückführen. Die Zahl der Übernachtungen übersteigt längst die der Einwohner. Da fragt man sich auch als Optimist unwillkürlich, wie lange das noch so weitergehen kann. Auch darauf hatte Axel Biermann, Chef der Tourismus & Marketing Oberhausen GmbH (TMO), bei der Bilanzpressekonferenz eine Antwort: "Weitere nennenswerte Zuwächse bei den Übernachtungszahlen sind nur durch ein neues Hotel möglich."
Attraktionen wachsen mit

Eine Zahl, die auf den ersten Blick nicht besonders hoch erscheint: Die Auslastung der insgesamt 1602 Oberhausener Hotelbetten lag 2007 bei 42,9 Prozent. Doch "alles über 40 Prozent" lasse Projektentwickler in der Branche aufhorchen, so Axel Biermann. Kein Wunder also, dass im Marina-Umfeld ein neues Hotel mit 220 Betten entstehen soll. Diese Aufstockung hält der Tourismusexperte für ein "gesundes Wachstum", bei dem sich die Hotels nicht gegenseitig die Gäste wegnähmen.

Zumal die touristischen Attraktionen in Oberhausen mitwachsen werden. Im laufenden Jahr kommen die Modelleisenbahnwelt und die Ausstellung zum Jubiläum der Antony-Hütte hinzu, erstmals sollen auch Kombiangebote im wichtigen Weihnachtsgeschäft den Centro-Weihnachtsmarkt und den Weihnachtswald in der Innenstadt verbinden.

Mit Blick auf das Projekt Ruhr 2010 habe man sich für das Kulturhauptstadtjahr neben den Oberzentren Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund touristisch als "gleichrangiger Angebotsschwerpunkt" positionieren können. "Ein vergleichbares industriegeschichtliches Angebot gibt es in keiner anderen Ruhrgebietsstadt", glaubt Oberhausens Oberbürgermeister Klaus Wehling, und Axel Biermann ist überzeugt: "Oberhausen ist die Tourismus-Hochburg im Ruhrgebiet."

Neben Centro, Arena, Metronom-Theater, Sea Life Aquarium, Gasometer, Ludwig Galerie oder Rheinischem Industriemuseum (RIM) zählt Biermann auch erfreut andere Attraktionen auf, die das touristische Angebot in der Stadt ergänzen. Den Klettergarten "Tree2Tree" etwa, der im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben ebensoviele Besucher zählte wie das RIM (jeweils 37 000, zum Vergleich: im Gasometer 179 000, in der Arena 873 000).

MICHAEL NICOLAS
 
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